Süddeutschland drohen ab 2018 Engpässe in der Stromversorgung

Donnerstag, 25. September 2014

Die gesicherte, das heißt, die in jedem Fall zur Verfügung stehende Kraftwerksleistung in Süddeutschland, kann unter Umständen in den Jahren ab 2018 die erwartete Spitzenlastnachfrage nicht mehr abdecken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zur Kapazitätsentwicklung bis 2025, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit dem Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg erstellt hat.

Die Wissenschaftler untersuchten in der Kurzstudie zur Kapazitätsentwicklung bis 2025 die Versorgungssicherheit im Stromnetz in Süddeutschland, in Gesamt-Deutschland und auch im europäischen Netzverbund. Hintergrund ist der sich verändernde Energiemarkt, in dem die Gewinne beim Betrieb konventioneller Kraftwerke abnehmen. Dies hat bereits zu Stilllegungen von Anlagen geführt, weitere sollen folgen. Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, kann es ab 2018 in Zeiten einer geringen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei gleichzeitig hohem Strombedarf zu kurzfristigen Unterversorgungen kommen, so das Ergebnis der Studie.

Hier können Sie die Studie herunterladen.